Friedhof Ohlsdorf Hamburg

Besonders im Herbst, aber auch zu allen anderen Jahreszeiten ist es eine Freude den Friedhof Ohlsdorf in Hamburg zu besuchen. Mit seinen 389 Hektar, wird er gerne als größter Parkfriedhof der Welt bezeichnet.

Touristen besuchen sehr oft denFriedhof, besonders zur Rhododendrenblüte, welche Ende April bis Anfang Juni stattfindet Hier gibt es 450 Laub- und Nadelholzarten, mit Teichen und Bächen. Das Gelände hat den Charakter einer Parkanlage.

Geschichte

Am 1. Juli 1877 wurde der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg feierlich eröffnet.1879 erhält Wilhelm Cordes, seit zwei Jahren Bauleiter, das Amt des ersten Friedhofsverwalters. Ab 1898 ist er Friedhofsdirektor. Er leitete 38 Jahre lang die Geschicke des Friedhofs. Sein Lebenswerk war es einen romantischen Friedhof zu erschaffen.

1919  wird Wilhelm Cordes, nach seinem Tod, von Otto Linne abgelöst. Dieser Direktor leitete umfangreiche Um- und Ausbauarbeiten auf dem Friedhof Ohlsdorf Hamburg ein. Das war der Aufbruch in die Moderne und endete mit notwendigen Reformen. Außerdem wurden 12 Kapellen errichtet.

1933 wird das neue Krematorium an der Talstraße eingeweiht, das letzte Bauwerk Fritz Schumachers in Hamburg. 
Im Jahr 2002 feiert der Ohlsdorfer Friedhof sein 125 jähriges Bestehen.

Ein neues Gesicht zeigt sich in der Bestattungskultur in Hamburg. Stolz wird im November 2011 das Forum Ohlsdorf präsentiert. Der historische Schumacherbau wurde denkmalgerecht saniert und die Einäscherungsanlage wieder in Betrieb genommen.

Friedhof in Zahlen

  • 1,4 Millionen Beisetzungen seit 1877, rund 4.700 Beerdigungen jährlich
  • ca. 235.000 Grabstellen, 54.000 Gräber von Kriegsopfern
  • 19 Mausoleen von Hamburgischen Familien, 388 Hektar Gesamtfläche
  • mit über 36.000 Bäumen und 15 Teichen, 17 Kilometer Straßennetz
  • 7 Friedhofsgärtnereien, über 1,2 Millionen Besucher jährlich
  • 2 Buslinien auf dem Gelände, mit zusammen 22 Haltestellen

Prominenten Gräber

Der Friedhof Ohlsdorf lädt aufgrund seiner weitläufigen Fläche zum Spaziergang ein. Egal, in welcher Jahreszeit. Schätzungsweise kommen 1,2 Millionen Besucher jährlich. 

Eine große Anziehungskraft üben dabei die prominenten Grabstellen aus. Zu nennen wären beispielsweise die Gräber des Schauspielers und Sängers Hans Albers, des Schriftstellers Wolfgang Borchert, Loki und Helmut Schmidt. Außerdem Inge Meysel, James Last und Jan Fedder.

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